Raum definieren im offenen Büro – ohne Kompromisse

In modernen Arbeitswelten geht es längst nicht mehr darum, Raum zu schaffen, sondern ihn gezielt zu gestalten. Wie lässt sich Struktur in ein großzügiges Open Space Büro bringen, ohne Licht, Offenheit und Identität zu verlieren? Dieses Projekt in Amsterdam zeigt einen durchdachten Ansatz: eine großflächige Bürotrennwand, die Zonen innerhalb eines modernen Arbeitsumfelds definiert und gleichzeitig den räumlichen Zusammenhang bewahrt.

Projektdetails

Projekt: Großflächige Bürotrennwand
Standort: Amsterdam, Niederlande
Kunde: Redevco
Innenarchitektur: Monica Straathof, Ideal Projects
Fotografie: Valerie Clarysse

Detail of large office partition with integrated branding framing Redevco logo

Zonierung eines großzügigen Open Space Büros

Entworfen von Monica Straathof (Ideal Projects), ging der Raum von einer offenen, großzügigen Grundstruktur aus. Ziel war es, Klarheit zu schaffen – für Empfang, Erschließung und Arbeitsbereiche – ohne feste bauliche Eingriffe. Eine abgehängte, großflächige Bürotrennwand bringt Ordnung in den Raum. Präzise positioniert, definiert sie Bereiche und erhält gleichzeitig die Sichtbeziehungen im gesamten Innenraum. Das Ergebnis ist eine Struktur, die Orientierung schafft und dennoch offen und verbunden wirkt. Gerade in Projekten, in denen Flexibilität und Offenheit zusammenspielen müssen, bietet dieser Ansatz eine überzeugende Alternative zu klassischen Trennwänden.

Architektonische Präsenz

Über eine beträchtliche Breite gespannt, wird die Trennwand Teil der Architektur selbst. Ihre geschichtete Struktur verleiht dem Raum Rhythmus und Tiefe und tritt in einen ruhigen Dialog mit Materialien und Tageslicht. Im Verlauf des Tages verändert sich die Wirkung der Oberfläche – ein feines Spiel aus Licht und Perspektive. Die großflächige Bürotrennwand verankert den Raum, ohne ihn zu dominieren: präsent, aber bewusst zurückhaltend.

Markenidentität als Teil des Raums

Für Redevco ist Identität eng mit den gestalteten Umgebungen verknüpft. Anstatt Branding als zusätzliche Ebene aufzusetzen, hat Ideal Projects es direkt in die räumliche Komposition integriert. Das Logo wird durch eine präzise geformte Öffnung innerhalb der Trennwand sichtbar – ausgerichtet am zugrunde liegenden Raster und bewusst in Bezug zum Empfang positioniert. Beim Durchschreiten des Raumes erscheint und verschwindet es wieder und schafft Momente der Wiedererkennung, ohne sich aufzudrängen. Da das System auf einem modularen Raster basiert, eröffnet es einen hohen gestalterischen Spielraum. Öffnungen, Muster und Formen lassen sich präzise ausarbeiten, sodass Elemente wie Branding unmittelbar in die Architektur integriert werden können. Durch die Fotografie von Valerie Clarysse wird dieses Zusammenspiel von Vorder- und Hintergrund besonders deutlich. Die Trennwand wirkt wie ein Filter, der die Marke subtil einbettet und im Raum erlebbar macht.

Ein vielschichtiger Umgang mit Offenheit und Privatsphäre

Statt das Büro in starre Bereiche zu unterteilen, entsteht hier eine fließendere Abgrenzung. Licht dringt sanft durch die Struktur und gibt Einblicke, ohne den Raum vollständig preiszugeben. Die facettierte Oberfläche erzeugt eine haptische Tiefe, die sich je nach Bewegung und Blickwinkel verändert. Aus der Distanz wirkt die Fläche ruhig und geschlossen, aus der Nähe zeigt sie eine differenzierte, detailreiche Struktur. Diese Balance macht die großflächige Bürotrennwand besonders geeignet für Räume, in denen Offenheit und Diskretion gleichzeitig gefragt sind.

Für Maßstab und Kontext entworfen

Die Trennwand wurde als spezifische Antwort auf den Maßstab des Raumes entwickelt – nicht als Standardlösung, sondern als präzise komponiertes Element. Dimensionen, Proportionen und Aufhängung sind sorgfältig aufeinander abgestimmt, sodass sie den Raum überspannt, ohne visuell zu beschweren. Das Ergebnis ist eine Lösung, die architektonisch wirkt und gleichzeitig flexibel bleibt – sie definiert Raum, ohne ihn festzuschreiben.

Ideal Projects: Gestaltung jenseits des Erwartbaren

Geleitet von Intuition und dem Anspruch, Konventionen zu hinterfragen, versteht Ideal Projects jeden Arbeitsplatz als Chance, das Zusammenspiel von Mensch und Raum neu zu denken. In diesem Projekt für Redevco zeigt sich dieser Ansatz in einer Arbeitsumgebung, in der Raum, Identität und Nutzung eng miteinander verwoben sind – ein Ort, der durchdacht wirkt und gleichzeitig selbstverständlich erscheint.

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